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Reallabor Rheinland - Erkundungsbohrung Weisweiler R1 Ausschreibung einer Bohranlage mit Personal, zugehörigem Equipment und Leistungen für die Durchführung einer geothermischen Erkundungsbohrung

Ausschreibung einer Bohranlage mit Personal, zugehörigem Equipment und Leistungen für die Durchführung einer geothermischen Erkundungsbohrung Die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Hansastraße 27c, 80686 München, Deutschland, vertreten durch die Fraunhofer IEG, Am Hochschulcampus 1, 44801 Bochum als Auftraggeberin (nachfolgend AG) plant eine vertikale Erkundungsbohrung auf dem RWE-Kraftwerksgelände Weisweiler niederzubringen. Die geplante Endteufe liegt bei etwa 3140 m. Für die Bohrmaßnahmen steht ein bereits errichteter Bohrplatz zur Verfügung. Auf dem Kraftwerksgelände Weisweiler der RWE Power AG bei Eschweiler nahe Aachen soll eine etwa 3140 m tiefe, vertikale Erkundungsbohrung mit dem Namen „Weisweiler R1“ (kurz WW-R1) abgeteuft werden. Ziel ist es im Rahmen des Projekts Reallabor Rheinland das geothermische Potential der Region zu erkunden. Die Durchführung der Erkundungsbohrung und begleitender Arbeiten wird von der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., vertreten durch das Fraunhofer IEG als AG und Operator übernommen. Das „Fraunhofer Reallabor Geothermie Rheinland“ wird mit rund 52 Millionen Euro durch Bundes- und Landesprogramme zur Unterstützung des Strukturwandels in ehemaligen Kohleregionen gefördert. Die derzeitige zeitliche Planung sieht vor, bis zum Ende 2026 die Detailplanung der Bohrung abzuschließen und alle notwendigen Betriebspläne und Anträge einzureichen, um noch in diesem Jahr alle notwendigen Genehmigungen zu erhalten. Parallel dazu werden alle Ausschreibungen für Servicegewerke und Equipment erstellt, veröffentlicht und vergeben. Plan ist es, die Vorarbeiten für die Bohrung Ende 2026 abzuschließen und im Q1 2027 die Bohrarbeiten zur WW-R1 zu beginnen. Für die Durchführung der Bohrarbeiten werden derzeit 3 Monate eingeplant. Der genaue Zeitpunkt der Bohranlagenanlieferung ist zwischen AG und AN zu vereinbaren. Die näheren Einzelheiten ergeben sich aus dem Leistungsverzeichnis (Anlage 03).
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
18.05.26
Fragenfrist
08.06.26
Abgabefrist
15.06.26
Öffnung
15.06.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Erfüllungsort
Bochum, Deutschland
E-Mail
einkauf@ieg.fraunhofer.de
Freischalten
Telefon

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

    • Nachweis (Kopie) über die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister des Staates, in dem das Unternehmen ansässig ist. Der Nachweis darf
    • zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist nicht älter als 6 Monate alt sein. Oder – sofern zutreffend – Eigenerklärung des Bie- ters/Mitglied der Bietergemeinschaft, dass nach der Maßgabe der jeweiligen Landesrechts- vorschriften keine Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister für den Bieter/das Mitglied der Bietergemeinschaft besteht bzw. erforderlich ist.
  • Nachweis (Kopie) folgender Versicherungen (kumulativ)

    • o einer bestehenden, aktuell gültigen Betriebshaftpflichtversicherung oder einer vergleichbaren marktüblichen Versicherung mit einer Haftpflichtdeckungshöhe von mindestens 10.000.000 EUR pro Schadensfall pauschal für Personen- und Sachschäden von mindestens 2.000.000 EUR pauschal für Vermögensschäden.
    • o einer bestehenden, aktuell gültigen Umwelthaftpflichtversicherung inkl. Deckung für Schäden auf Basis des Umweltschadengesetzes mit einer Deckungssumme von mindestens 10.000.000 EUR pro Schadensfall pauschal für Personen- und Sachschäden.
    • o eine Allriskversicherung für die vom AN eingesetzten Geräte und Maschinen
    • Das Bestehen der obigen Versicherungen ist dem AG nachzuweisen. Der Nachweis ist dem Angebot beizulegen.
    • Sofern die Versicherungen mit den geforderten Deckungssummen derzeit nicht besteht bzw. abgeschlossen ist:
    • Eigenerklärung des Bieters, dass er im Auftragsfall bereit ist, eine solche Versicherung auf erstes Anfordern des Auftraggebers abzuschließen. Im Falle der Erklärung zum Abschluss im Auftragsfall ist auf Verlangen der Vergabestelle die Erklärung eines Versicherers beizufügen, dass dieser zum Abschluss einer entsprechenden Versicherung mit dem Unternehmen bereit ist.
  • Eigenerklärung zum durchschnittlichen Gesamtjahresumsatz sowie zum durchschnittlichen Jahresumsatz bezüglich der ausgeschriebenen Leistung, jeweils bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024 und 2025). Der durchschnittliche Jahresumsatz bezüglich der ausgeschriebenen Leistung muss im Durchschnitt pro Jahr folgende Mindestbeträge erreichen

    Mindestens 10.000.000 EUR brutto

  • Unternehmensreferenzen

    • Vorlage von mindestens vier (4) geeigneten Referenzen über früher erfolgreich ausgeführte und abgeschlossene Aufträge der in den letzten höchstens zwei Jahren erbrachten, mit dem Ausschreibungsgegenstand vergleichbaren Leistungen. Der Abschluss (Vertragsende) des Referenzprojekts darf zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
    • Die Referenzprojekte müssen in einer Gesamtschau darüber hinaus folgende Mindestanforderungen erfüllen:
    • Hinweis: Mindestanforderungen müssen nicht kumulativ in einem Referenzprojekt erfüllt werden
    • (M.1) bis (M.2) müssen in einer Gesamtschau aller vorgelegten Referenzen erfüllt werden.
    • (M.1): Von den vier (4) einzureichenden Referenzprojekten müssen mindestens zwei (2) der Referenzprojekte Geothermiebohrungen tiefer als 3000 m beinhalten. Zudem muss der Bieter als Auftragnehmer bei dem Referenzauftrag jeweils als Bohrkontraktor tätig gewesen sein.
    • (M.2): Von den vier (4) einzureichenden Referenzprojekten müssen zwei (2) der Referenzprojekte Kohlenwasserstoffbohrungen tiefer als 3000 m beinhalten. Zudem muss der Bieter als Auftragnehmer bei dem Referenzauftrag jeweils als Bohrkontraktor tätig gewesen sein.
    • Hinweis der für alle Referenzprojekte gilt:
    • o Projekte bei denen der Bieter als Generalunternehmer tätig war, werden nicht als Referenzprojekte anerkannt. Referenzprojekte müssen Onshore in Europa durchgeführt worden sein.
    • o Noch nicht abgeschlossene Referenzprojekte sind nicht wertbar. Gewertet werden nur abgeschlossene Referenzprojekte. Der Abschluss des Referenzprojekts darf, gerechnet vom Tag des Ablaufs der Angebotsfrist, nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.
  • Vorlage von mindestens drei (3) geeigneten Referenzen über früher erfolgreich ausgeführte abgeschlossene Aufträge mit der angebotenen Bohranlage in den letzten höchstens drei Jahren. Der Abschluss (Vertragsende) des Referenzprojekts darf zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Die Referenzprojekte müssen in einer Gesamtschau darüber hinaus folgende Mindestanforderungen erfüllen

    • Hinweis: Mindestanforderungen müssen nicht kumulativ in einem Referenzprojekt erfüllt werden
    • (M.1) bis (M.2) müssen in einer Gesamtschau aller vorgelegten Referenzen erfüllt werden.
    • (M.1): Von den drei (3) einzureichenden Referenzprojekten müssen mindestens zwei (2) Referenzprojekte Geothermiebohrungen tiefer als 3000 m beinhalten.
    • (M.2): Von den drei (3) einzureichenden Referenzprojekten muss mindestens ein (1) Referenzprojekt Kohlenwasserstoffbohrungen tiefer als 3000 m beinhalten.
    • Hinweis der für alle Referenzprojekte gilt:
    • o Referenzprojekte müssen Onshore in Europa durchgeführt worden sein.
    • o Noch nicht abgeschlossene Referenzprojekte sind nicht wertbar. Gewertet werden nur abgeschlossene Referenzprojekte. Der Abschluss des Referenzprojekts darf, gerechnet vom Tag des Ablaufs der Angebotsfrist, nicht länger als drei Jahre zurückliegen.
  • Erklärung und Nachweis über die technische Ausrüstung des Unternehmens für die Ausführung des Auftrags

    • Genehmigung der Bohranlage
    • Die angebotene Bohranlage muss in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) genehmigt sein und alle notwendigen Abnahmen, Zulassungen und Zertifizierungen für die Arbeit in Deutschland besitzen. Die Zertifizierungen und Abnahmen werden über die Vertragslaufzeit aufrechterhalten.
    • Nachweis durch Eigenerklärung sowie Einreichung solcher Nachweise (in Kopie):
    • - Genehmigung der Bohranlage in Nordrhein-Westfalen
    • - jeweils letzten zwei Prüfungen durch Sachverständigen nach BVOT NRW § 5 i.V.m. Anlage 1 3.1 (vierjährig und halbjährig) zzgl. Information zum Status der Mängelabstellung
    • - jeweils letzten zwei Prüfungen durch Sachverständige nach BVOT NRW § 5 i.V.m. Anlage 1 4.1 (halbjährig) zzgl. Information zum Status der Mängelabstellung
    • - jeweils letzten zwei Prüfungen gemäß ElBergV NRW § 33 ff (oder vergleichbar) durch Sachverständige und Elektro-Aufsichtspersonen- Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument
    • - Explosionsschutzdokument mit Nachweisführung, dass die eingesetzten Anlagen und Betriebsmittel für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet sind und den Anforderungen der Richtlinie 2014/34/EU entsprechen
    • - 10-jährige Inspektion für Gerüst und Unterbau nach API RP 4G
    • - 5-jährige Abnahme aller Hebeeinrichtungen nach Din EN ISO 13534 bzw. API RP 8B (Kronenblock, Travelling Block, Hebewerk, Top drive, Totseilanker etc.)
    • - letzte Rezertifizierung der Bohrlochkontrollausrüstung gemäß API 16 AR und der Schließanlage

Zuschlagskriterien

  • Für das Zuschlagskriterium werden maximal 350 Punkte vergeben. Die im Zuschlagskriterium „Preis“ erzielten Punkte werden wie folgt ermittelt

    • Bewertet wird die Angebotsgesamtpreis (in EUR, netto) gemäß Preisblatt. Das Angebot mit den niedrigsten Angebotsgesamtpreis erhält die volle Punktzahl (350 Punkte). Alle übrigen Angebote erhalten im Verhältnis weniger Punkte:
    • Damit gilt folgende Formel:
    • P: Grundlage ist der Angebotsgesamtpreis gemäß Preisblatt
    • • Aufstellungspläne, sowie Flucht- und Rettungspläne mit Angabe der Ex-Zonen und Mittel zur Notfallvorsorge, Umsturzbereich gem. BVOT NRW, inkl. Erläuterungstext
    • • Equipmentliste
    • Die ausgefüllte Equipmentliste
    • • Datenblätter, technische Zeichnungen und Herangehensweise BOP, Riser und Diverter
    • • Leistungsfähigkeit
    • Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der Anlage 02.: Bohranlage mit Equipment, Instandhaltungssystematik und Herangehensweise
  • Personaleinsatzkonzept zum Schlüsselpersonal

  • Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz und Qualitätsmanagement

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Konzeptvorlage56 KB32 Seiten
Vertragsbedingungen24 KB6 Seiten
Vertragsentwurf156 KB12 Seiten
Kalkulation78 KB2 Tabellen
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