Frist abgelaufen

Anbindungen an den Hochbehälter Ahrtal Süd

Mit dem fortschreitenden Klimawandel werden Extremwetterereignisse, wie zum Beispiel Starkregen oder langandauernde Trockenperioden, an Intensität und Häufigkeit zunehmen. Um auch in solchen Ausnahmesituationen jederzeit eine sichere, den quantitativen und qualitativen Anforderungen entsprechende Versorgung zu gewährleisten, müssen sich die Wasserversorger den veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Insbesondere durch die Hochwasserkatastrophe vom 14./15.7.2021 im Ahrtal wurde der dringliche Bedarf zur Erhöhung der Versorgungssicherheit für die Wasserversorgung verdeutlicht. Die Auftraggeber haben bereits teilweise Analysen der Bestandssituationen veranlasst und mögliche Optimierungsansätze untersuchen lassen. Die Stadtwerke Sinzig, das Wasserwerk der Stadt Bad-Neuenahr und der Wasserversorgungszweckverband Maifeld-Eifel beabsichtigen die Errichtung eines gemeinsamen Hochbehälters mit einem Volumen von 2.000 cbm als überregionale leitungsgebundene Ersatzwasserversorgung. Für die Stadtwerke Sinzig dient er zusätzlich als Regelversorgung für die Stadtteile Löhndorf und Bodendorf. Im Regelbetrieb wird der Hochbehälter von Seiten der Stadtwerke Sinzig mit ca. 1.150 cbm/Tag beschickt (Regelversorgung Stadtteile Sinzig Löhndorf und Sinzig Bodendorf, Regelversorgung von kleineren Teilgebieten der Stadt Bad Neuenahr sowie Spülung der Leitungen Richtung Bad Neuenahr und Richtung Versorgungsgebiet des WVZ Maifeld Eifel). Im Krisenfall sollen von den beiden nicht betroffenen Beteiligten zusätzlich bis zu 1.500 cbm/Tag in den Hochbehälter gefördert und somit rd. 3.000 cbm/Tag als Ersatzwasser zur Verfügung gestellt werden. Die Anbindung des neuen Hochbehälters an das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Sinzig erfolgt über 2 Leitungen (Beschickung Hochbehälter über Pumpleitung ab Westum, Entnahme Richtung Löhndorf über separate Fallleitung, Nutzung Pumpleitung Westum - Löhndorf als Pendelleitung im Ersatzwasserfall). Für die Fallleitung soll eine Energierückgewinnung erfolgen. Die Anbindung an die Versorgungsgebiete der Stadt Bad Neuenahr sowie des WVZ Maifeld-Eifel erfolgt jeweils über eine einzelne Pendelleitung. Für die Realisierung der Anbindungen werden neben dem Leitungsbau weitere Pumpwerke bzw. Druckminderanlagen erforderlich. Gegenständliche Planungsaufgabe für den Bau der Leitungen, Pumpwerke bzw. Druckminderanlagen und Energierückgewinnungen zur Anbindung an den neuen Hochbehälter sind die Leistungen zur Planung der Ingenieurbauwerke und Technischen Ausrüstung einschließlich der örtlichen Bauüberwachung sowie weitere besondere Leistungen. Nicht Bestandteil der Planungsaufgabe ist der Hochbehälter selbst. Die Vergabe der Planungsleistungen erfolgt losweise getrennt nach Versorgungsbereichen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass aufgrund von Vorgaben für die Förderung der Maßnahme durch das Land die bauliche Realisierung aller drei Lose nach Vergabe der Bauleistungen innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein muss. Weitere Details zur Beschreibung der Maßnahmen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Vergabeunterlagen
3 Lose

Zeitplan

Veröffentlichung
19.07.24
Abgabefrist
26.08.24
Öffnung
26.08.24

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
Offenes Verfahren
Erfüllungsort
Sinzig, Deutschland
E-Mail
sinzig@bieteranfrage.de
Freischalten
Telefon

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister: Angaben, die mit dem Angebot vorzulegen sind: -- 1.) Eigenerklärung des Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB begründet sind. --- 2.) Eigenerklärung des Bieters, dass in der Person des Bewerbers/Bieters oder durch ein Verhalten seiner Person oder durch das Verhalten einer Person, die dem Bewerber/Bieter zuzurechnen ist, keine Ausschlussgründe nach § 124 GWB und nach §§ 19, 21 MiLoG begründet sind. --- 3.) Eigenerklärung des Bieters, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. -- 4.) Eigenerklärung des Bieters, dass keine Abhängigkeiten von Ausführungs- und Lieferinteressen bestehen (i.S.d § 73 Abs. 3 VgV). Gehört der Bieter einer Gruppe von Unternehmen an, hat er mit seinem Angebot zu erklären, inwieweit er mit den weiteren Unternehmen verknüpft ist. -- 5.) Eigenerklärung des Bieters gemäß Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 zur Nichtzugehörigkeit zu den genannten Personen oder Unternehmen, die einen Bezug zu Russland im Sinne der Vorschrift aufweisen. --- 6.) Nachweis des Bieters über die Eintragung in ein Berufs- oder Handelsregister bzw. ein den Rechtsvorschriften seines Sitzstaates entsprechender Nachweis (wie Handelsregister, Partnerschaftsregister, Berufskammern der Länder) 7.) Nachweis der Planvorlageberechtigung Wasserwirtschaft nach § 103 Abs. 1 Landeswassergesetz --- Auf Verlangen der Vergabestelle sind durch den Bieter zum Beleg seiner Eigenerklärungen entsprechende Eignungsnachweise vorzulegen wie Bescheinigung des Finanzamtes, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkassen/der Berufsgenossenschaft. Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.

  • Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Angaben, die mit dem Angebot vorzulegen sind: -- 1.) Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Bieters und seinen Umsatz für die Dienstleistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, in den letzten drei Geschäftsjahren (i.S.d. § 45 Abs. 4 Nr. 4 VgV). --- 2.) Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber/Bieter der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient, und dass die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen (i.S.d. § 47 Abs. 1 VgV). --- Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen (z.B. Bilanzen, EÜ-Rechnungen, BWAs), zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben. Der Bieter hat eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung nachzuweisen, deren Deckungssumme - für Personenschäden mindestens 5.000.000,00 EUR, - für Sach- und Vermögenschäden mindestens 5.000.000,00 EUR und - für Umweltschäden mindestens 5.000.000,00 EUR beträgt. Die vorgenannten Mindestdeckungssummen müssen für die Personen-, Sach- und Vermögensschäden mind. zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen. Es ist durch eine Bescheinigung der Versicherung nachzuweisen, dass die vorgenannten Versicherungssummen im Auftragsfall zur Verfügung stehen. Die geforderten Nachweise sind mit dem Angebot einzureichen.

  • I. Allgemeine Anforderungen

    • Angaben, die mit dem Angebot vorzulegen sind: --- 1.) Angabe der zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich genannt und unter Nennung der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung (i.S.d. § 46 Abs. 3 Nr. 2 und Nr. 6 VgV)
    • --- 2.) Erläuterung, aus der die Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekten, Ingenieure, Techniker etc.) hervorgeht (i.S.d. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV)
    • --- 3.) Angaben des Teils des Auftrages, den der Bieter unter Umständen an Dritte vergeben will. --- Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Auskünfte und Bestätigungen/Nachweise, die zur Überprüfung der Eigenerklärung dienen, zu verlangen bzw. einzuholen. Werden die Leistungen von einer Bietergemeinschaft angeboten, sind die Auskünfte für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft zu erklären. Will sich der Bieter bei der Leistungserbringung eines Dritten bedienen, sind die Auskünfte auch vom Dritten abzugeben.
  • II. Mindestanforderung an das Projektteam Los 01: Planungsbereich Ingenieurbauwerke Planung: Der Bewerber muss ein Projektteam aus mind. 2 Personen benennen, davon muss eine Person die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens nachweisen und eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens 8 Jahren im vorliegenden Planungsbereich nach Abschluss des Studiums. Die weitere(n) Person(en) des Projektteams benötigen bei gleicher Qualifikation eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren in diesem Planungsbereich. Bauüberwachung: Der Bewerber muss ein Projektteam aus mindestens 2 Personen benennen, davon muss eine Person die Qualifikation eines abgeschlossenen Studiums des Ingenieurwesens nachweisen und eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens 8 Jahren in der Bauüberwachung von Ingenieurbauwerken nach Abschluss des Studiums. Die weitere(n) Person(en) des Projektteams benötigen bei gleicher Qualifikation eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens 5 Jahren in der Bauüberwachung von Ingenieurbauwerken. Für die weitere(n) Person(en) des Teams wird gleichwertig zum abgeschlossenen Studium eine abgeschlossene Ausbildung zum staatl. gepr. Techniker (Ingenieurbau) und einer Berufserfahrung von 8 Jahren in der Bauüberwachung von Ingenieurbauwerken nach Abschluss der geforderten Qualifikation anerkannt. --- Die Eignung muss zum Einreichungstermin für die Angebote vorliegen und ist mit dem Angebot nachzuweisen (Diplomurkunden, Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen, Referenzen oder sonstigen vergleichbaren Belegen). --- Bieter, die für mehrere Lose ein Angebot abgeben, müssen beachten, dass sie die für die Planung und Bauüberwachung vorgesehenen Personen in den unterschiedlichen Losen nicht mehrfach benennen dürfen. Eine Mehrfachbenennung von Personen in unterschiedlichen Losen führt zum Ausschluss der Angebote in allen Losen mit Mehrfachbenennung. Weitere Erläuterungen sind in den Teilnahmebedingungen der Vergabeunterlagen aufgeführt.

  • III. Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers - Los 01: Der Bieter hat seine besondere Erfahrung mit der Planung und Realisierung von vergleichbaren Maßnahmen aus dem Bereich der Wasserversorgung durch geeignete Referenzen nachzuweisen, die die nachfolgenden Anforderungen an die Vergleichbarkeit erfüllen und im Rahmen derer die Projekte kosten- und termingerecht abgewickelt wurden. Eine Referenz, die der Bieter nur als Nachunternehmer für einen Teilbereich der Leistung erbracht hat, kann nicht als vollständige Referenz gewertet werden. ----- Die Referenzen sind dann mit der Leistung vergleichbar, wenn sie hinsichtlich der Größenordnung (Kosten), der technischen Ausführung und Organisation einen ähnlichen oder höheren Schwierigkeitsgrad ausweisen wie die beschriebenen Leistungen. ----- Es sind mindestens 3 Referenzprojekte zum Planungsbereich Ingenieurbau zu benennen. Davon muss mind. 1 Referenz den Bau von Druckleitungen mit einer Mindestlänge von 1 km beinhalten. Davon muss mind. 1 Referenz die hydraulische Berechnung zur Dimensionierung einer vergleichbaren Wasserversorgungsanlage beinhalten. Davon muss mindestens eine Referenz eine Druckstoßberechnung nachweisen. Des Weiteren ist der Nachweis für mind. 1 Referenzprojekt in 3D-Planung (BIM-Methodik) zu führen. Diese Referenz muss nicht notwendigerweise den Planungsbereich der Wasserversorgung beinhalten. Bei allen Referenzen müssen mindestens die Planungsleistungen der Leistungsphasen 2 - 6 und 8 erbracht worden sein, wobei der Abschluss der Leistungsphase 8 nach dem 01.01.2014 erfolgt sein muss. Davon darf max. eine Referenz noch in der baulichen Umsetzung sein. Es muss für mind. 2 Referenzen die Vergabe der Bauleistungen nach den Regelungen der VOB/A oder SektVO nachgewiesen werden, wobei diese nicht notwendigerweise den Planungsbereich der Wasserversorgung zum Inhalt haben müssen. Für alle Referenzen hat der Bewerber Auskunft darüber zu geben, wie sich die Bauzeit und die Baukosten entwickelt haben (Vergleich Ergebnisse der LP 3, LP 7 und nach Abschluss der LP 8). Abweichungen zwischen den Projektergebnissen und dem Kostenanschlag sowie der geplanten Bauzeit zum Zeitpunkt der Vergabe sind zu begründen. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bieter den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Die Referenzangaben sind mit dem Angebot einzureichen.

Zuschlagskriterien

  • Örtliche Präsenz: Details siehe Vergabeunterlagen

  • Wertungssumme aus den Honorarangeboten: Details siehe Vergabeunterlagen

  • Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe: Details siehe Vergabeunterlagen.

  • Qualitätsmangement, Kosten- und Terminmanagement: Details siehe Vergabeunterlagen.

Welche davon erfüllen Sie?

KI prüft alle Kriterien gegen Ihr Unternehmensprofil

Meine Eignung prüfen

Kostenlos · Sofortige Analyse

Lose (3)

Vertragsentwurf156 KB12 Seiten
Kalkulation78 KB2 Tabellen
Präsentation37 KB4 Seiten
Vertragsbedingungen203 KB8 Seiten
+ 8 weitere Dokumente

Nie wieder passende Ausschreibungen verpassen

KI findet täglich passende Aufträge für Sie – basierend auf dieser Ausschreibung.

Vollständige Vergabeunterlagen herunterladen
KI-Analyse der Eignungskriterien
Ähnliche Ausschreibungen automatisch erhalten
Wettbewerbsanalyse und Markteinblicke
Mein Suchprofil erstellenKostenlos · Keine Kreditkarte

Vertraut von 1.000+ Unternehmen

Roland BergerE.ONPPLWise

Nie wieder passende Ausschreibungen verpassen

Suchprofil erstellen