Frist abgelaufen

Sanierung des Rathauses der Stadt Bacharach, Los 2 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung HLS

Auftraggeber
Veröffentlicht
21.01.2026
Angebotsfrist
Die Stadt Bacharach plant im Rahmen einer umfassenden Sanierung das Rathausensemble mit Haupt-, Nebengebäude und Innenhof in Bacharach am Rhein zu einem Rathaus mit Tourismus- und Kulturzentrum umzubauen. Hierfür hat die Auftraggeberin bereits eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen ist und zum Download zur Verfügung steht. Die Machbarkeitsstudie enthält ein Nutzungskonzept und Planungsvarianten, diese sind nicht verbindlich. Die Machbarkeitsstudie dient lediglich der Orientierung. Das Ensemble wurde im Laufe des 16. bis 19. Jahrhunderts erbaut und ist seit 1941 das Rathaus. Die denkmalgeschützte historische "Kurpfälzische Amtskellerei" in der Oberstraße 1 besteht aus drei Flügeln - einem Vorderhaus, einem Hinterhaus und zwei Nebengebäuden neuerer Bauzeit - die alle parallel zur Straße verlaufen. Besonders das Vorderhaus von 1557, welches durch eine charakteristische Fachwerkstruktur in den oberen Geschossen gekennzeichnet ist, prägt das Stadtbild. Es beherbergt den Ratssaal, Räume der Stadtverwaltung, des städtischen Bauhofs und vermietete Büroräume. Im Hinterhaus stehen die Räumlichkeiten überwiegend leer. In den Nebengebäuden befinden sich Arbeitsräume des städtischen Bauhofs. Die Hofanlage weist insgesamt erheblichen Sanierungsbedarf auf. Das Rathaus-Gebäude ist trotz seiner öffentlichen Nutzung nicht barrierefrei. Sockel- und Obergeschoss des Rückgebäudes sind im derzeitigen Zustand nicht nutzbar. Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf die beigefügten "Machbarkeitsstudie" und "Sanierung Rathaus Bacharach Erläuterung" und die anderen Vergabeunterlagen Bezug genommen. Geplant ist eine denkmalgerechte Sanierung zur Erhaltung des Kulturdenkmals und Gewährleistung der nachhaltigen Nutzung. Es ist geplant, das Vorderhaus mit Querbau und den Innenhof instand zu setzen und zu modernisieren. Das Rathaus soll gemeinsam mit dem Hof und dem Hinterhaus als zentrale Anlaufstelle und Aufenthaltsfläche mit hoher Qualität für Bürgerinnen und Bürger sowie Touristinnen und Touristen in Bacharach dienen. Darüber hinaus sollte das Rathaus auch seiner Funktion als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung gerecht werden. Das Hinterhaus soll eine bestandsorientierte Instandsetzung/Modernisierung für eine Umnutzung erfahren. Die Sanierung zielt darauf ab, die derzeit nicht genutzten Flächen wieder verwendbar zu machen. Die Räume sollen als zeitgemäßer städtischer Wohnraum genutzt werden können oder in Teilen adäquat als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung. Weiterhin soll die Fassade saniert werden sowie die Beseitigung der Ursachen und der Schäden durch eindringendes Wasser vorgenommen werden. Eine Nutzung des Kellers sowie ein Ausbau des Speichers sind nicht vorgesehen. Die Umsetzung des Neubaus (gem. Machbarkeitsstudie) anstelle des Gerätehauses ist nicht vorgesehen. Das Gerätehaus soll instandgesetzt werden und weiterhin dem Bauhof zur Verfügung stehen. Zusätzlich soll das baufällige Lagerhaus abgebrochen werden. Der derzeit überwiegend zum Parken genutzte Innenhof soll eine gestalterische Aufwertung erhalten und als qualitativ anspruchsvolle Freifläche zum Aufenthalt und für Veranstaltungen genutzt werden. Folgende Nutzungen sollen nach weiterer Festlegung durch die städtischen Gremien vorgesehen werden: Rathaus-Verwaltung, Ratssaal, Ausstellung, Büroräume, Vereinsräume, Aufenthalt + Werkstatt Bauhof, Lagerflächen, Sanitärräume, Aufzug, öffentliche Toilette, Tourist-Info, Eventflächen, kulturelle Nutzung, Freiflächen mit Aufenthaltsqualität, etc. Für das Anwesen wird eine eingehende Bauaufnahme samt Vermessung und eine bauhistorische Untersuchung in Auftrag gegeben. Die Objektplanung ist in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege umzusetzen, die spezifischen Anforderungen des Denkmalschutzes sind zu berücksichtigen. Nachhaltigkeitsaspekte und Klimaschutz sind bei der Planung zu beachten. Der beigefügte Projektzeitplan ist als Leitfaden zu berücksichtigen. Die Termine für die Abgabe der Förderanträge aus Mitteln des Denkmalschutzes und der Städtebauförderung sind einzuhalten.
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
21.01.26
Teilnahmefrist
11.02.26

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Erfüllungsort
Bacharach, Deutschland
KMU geeignet
Ja
E-Mail
1bgo@bacharach.de
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Telefon
0049 17615807720
Freischalten
Website
https://www.bacharach.de
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Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • 1. Erklärung, ob und hinsichtlich welcher Leistungen sich der Bewerber der Kapazitäten anderer Unternehmer bedient und ihm die dann erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. 2. Angaben des Teils des Auftrages, den der Bewerber unter Umständen an Dritte vergeben will.

  • Erläuterung zur Anzahl der Beschäftigten und deren Ausbildung innerhalb der letzten 3 Jahre (Führungspersonal, Architekt, Ingenieure, Techniker etc.) (§ 122 Abs. 2 Nr. 3 GWB).

  • Mindestanforderung an die Erfahrung des Bewerbers: Der Bewerber hat seine besondere Erfahrung mit der Erbringung von Planungsleistungen von technischer Ausrüstung nachzuweisen wie folgt: - Mindestens 2 Referenzen über Planungsleistungen einer TGA HLS in einer vergleichbaren Größenordnung - Bei allen Referenzen müssen Planungsleistungen für die TGA jeweils mindestens LP 2-5 und 8 erbracht worden sein. Zudem muss das Objekt der Referenz nach dem 01.01.2020 und vor dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung weitgehend fertig gestellt worden sein (d.h. weitgehender Abschluss der LP 8, alternativ die Inbetriebnahme). - Die Vergabe der Bauleistung muss bei allen Referenzen nach der VOB/A oder VOB/A EU gewerkeweise erfolgt sein. Es ist möglich, ein Mehr an Eignung durch weitere Referenzen nachzuweisen. Bei gleichqualifizierten Bewerbern entscheidet hinsichtlich der Teilnehmerauswahl das Los. Hinsichtlich aller Referenzen ist darzustellen, inwieweit die im Rahmen der Referenzobjekte erbrachten Leistungen von den zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen erbracht worden sind. Zu allen Referenzen hat der Bewerber den Namen, die Anschrift und die Kontaktdaten des Referenzgebers mitzuteilen. Für die Referenzangaben kann die vorbereitete Excel-Datei "Teilnahmeantrag" genutzt werden. Maßgeblich ist der Inhalt der Bekanntmachung. Den Teilnahmeantrag bitten wir im Excel-Format einzureichen, sonstige Unterlagen in PDF.

  • Tabellarische Liste, in der die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen namentlich und unter Angabe der jeweiligen Befähigung zur Berufsausübung, die auf Verlangen durch Vorlage von Berufszulassungsurkunden bzw. Studiennachweisen oder sonstigen vergleichbaren Belegen nachzuweisen ist, und unter Angabe der Berufserfahrung in Jahren genannt werden (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 GWB). + Mindestanforderung an die Größe des Büros und des Projektteams: Das Büro muss neben dem Projektleiter über mindestens einen qualifizierten Vertreter mit einer leistungsbezogenen akademischen Qualifikation wie folgt verfügen: Ingenieur

  • Erläuterung der technischen Büroausstattung des Bewerbers mit Nennung und detaillierter Beschreibung der mindestens verwendeten Software für den Datenaustausch und die Datensicherung.

  • Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 Geschäftsjahren (§ 122 Abs. 2 Nr. 2 GWB).

Zuschlagskriterien

  • Preis der Leistung: Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Objektplanung mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer/Partner/Inhaber - 40 Stunden angestellte Architekten/Ingenieure - 30 Stunden staatlich geprüfter Techniker - 20 Stunden Technische Zeichner und sonstige Mitarbeiter mit vergleichbarer Qualifikation, die technische oder wirtschaftliche Aufgaben erfüllen.

  • Herangehensweise an die Planungsaufgabe im Hinblick auf die Umsetzung einer energieeffizienten Gebäudeausrüstung

    • Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Herangehensweise an die Planungsaufgabe im Hinblick auf die Umsetzung einer energieeffizienten Gebäudeausrüstung", erhält ein Angebt 0-3 Punkte, wenn Methoden vorgeschlagen werden, die erwarten lassen, dass die derzeit vorhandene Gebäudeausrüstung nicht wesentlich verändert wird, die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, aber darüberhinausgehende energetische Einsparungen nicht zu erwarten sind
    • 4-6 Punkte, wenn modernisierende Elemente einbezogen werden unter Berücksichtigung Erneuerbarer Energien, sodass es zu einer Modernisierung kommt und deutliche Energieeinsparungen erwartet werden können, 7-10 Punkte, wenn die mit dem Angebot vorgestellten Methoden erwarten lassen, dass es zu einem innovativen und sinnvollen energetischen Gesamtkonzept kommen wird, und das Angebot auch Folgekosten und Lebenszykluskosten in den Blick nimmt.
  • Qualitäts-, Termin- und Kostensicherung im Rahmen der Planung und während der Bauphase: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitäts- , Termin- und Kostensicherung in der Planung und während der Bauphase" wird folgende Bewertung vorgenommen: 0-3 Punkte: Das Angebot enthält nur allgemeine Aussagen ohne projektspezifische Struktur. Ein systematisierter Qualitäts-, Termin- oder Kostensteuerungsprozess ist nicht erkennbar. 4-6 Punkte: Das Angebot beschreibt eine nachvollziehbare und strukturiert dargestellte Organisation der Qualitäts-, Termin- und Kostensicherung. Methodische Vorgehensweisen sind erkennbar und plausibel erläutert. 7-10 Punkte: Das Angebot stellt ein klar gegliedertes, überdurchschnittlich strukturiertes Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement dar. Es werden konkrete Methoden zur Kosten- Termin- und Qualitätssicherung erläutert, die über die üblichen Standards hinausgehen.

  • Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung: Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung" wird folgende Bewertung vorgenommen: 0-3 Punkte: Das Angebot beschreibt lediglich eine grundsätzliche, wenig strukturierte oder nur auf einzelne Stichproben ausgelegte Bauüberwachung. Konkrete Aussagen zur Präsenz, Kontrolle oder Reaktionsorganisation fehlen weitgehend. 4-6 Punkte: Das Angebot beschreibt eine regelmäßige, klar organisierte Bauüberwachung mit erkennbar angemessenem Kontrollrhythmus. Die Anwesenheit orientiert sich an den Bauabschnitten und kritischen Tätigkeiten. Die Organisation der Bauüberwachung ist nachvollziehbar beschrieben. 7-10 Punkte: Das Angebot stellt eine sehr strukturierte, auf die komplexen Anforderungen der Stadtmauer abgestimmte Bauüberwachung dar. Für kritische Bauphasen werden verstärkte Präsenzzeiten vorgesehen. Kontroll- und Dokumentationsprozesse sind detailliert dargestellt. Reaktionszeiten, Kommunikationswege und Verantwortlichkeiten sind klar definiert.

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