Frist abgelaufen

Generalplanerleistungen für den Neubau eines Oberstufengymnasiums (Alfred-Delp-Schule) und einer 3-Feld Sporthalle in Dieburg

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg beabsichtigt im Neubaugebiet „Dieburg Süd“ den Neubau eines Oberstufengymnasiums mit Erweiterungsmöglichkeit und einer 3-Feld-Sporthalle. Hierfür ist ein noch unerschlossenes Baugrundstück von ca.14.300 m² vorgesehen. Die Alfred-Delp-Schule in Dieburg ist ein Oberstufengymnasium mit perspektivisch ca. 600 Schülerinnen und Schüler (SuS). Den Schülerzahlenprognosen zufolge soll die Schule mittelfristig einen höheren Raumbedarf für weiteren 150 SuS benötigen. Eine entsprechende Erweiterung des Gebäudes zum späteren Zeitpunkt soll berücksichtigt werden. Es ist vorgesehen, sämtliche Planungsleistungen im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens an einen Generalplaner zu vergeben. Zur Bewertung der eingereichten Teilnahmeanträge und Angebote werden für die gewünschten Lösungsvorschläge innerhalb der LPH 1-2 ausschließlich die Leistungen für Objektplanung Gebäude, Technische Ausrüstung und Freianlagenplanung abgefragt und honoriert. Die übrigen Fachplanungsleistungen werden im Leistungsbild zwar mitvergeben, sind jedoch nicht Gegenstand der konzeptionellen Ausarbeitung im Auswahlverfahren. Für die Ausarbeitung der o.g. Leistungen gem. Verhandlungsverfahren mit Lösungsvorschlägen (inkl. Kostenschätzung und Honorarangebot) werden die drei ausgewählten Bieter mit je 250.000,00 € netto vergütet, sofern alle Leistungen gem. Leistungsbild erbracht sind. Es bleibt vorbehalten, die Vergütung bei nicht vollständiger Bearbeitung der Leistungen entsprechend zu kürzen. Durch ein noch festzulegendes Gremium werden die Lösungsvorschläge gem. Zuschlagskriterien (Anlage 1-11-Zuschlagskriterien Angebotsphase) beurteilt. Der Bestbieter soll mit den weiteren Leistungen beauftragt werden. Alle geforderte Fachplanerleistungen innerhalb der Leistungsbilder für Generalplaner sind unter Anlage 1-12-Konzeptblatt Honorarermittlung Generalplanerleistung aufgelistet. Die weitere Beauftragung der Generalplanerleistung ist stufenweise in folgender Aufteilung vorgesehen. Es besteht kein Anspruch auf vollständige Beauftragung aller Leistungsphasen: Stufe 1 gem. vorbeschriebenen Verhandlungsverfahren mit Lösungsvorschlägen Stufe 2 Leistungserbringung vollständige LPH 1 bis 3 aller Planerleistungen inkl. Kostenberechnung, abzgl. der bereits erbrachten Planerleistungen aus der Stufe 1 Stufe 3 Leistungserbringung LPH 4 Stufe 4 Leistungserbringung LPH 5-9 Eine Zusammenfassung des Projektauftrags mit Angaben zum geplanten Standort sowie den Vorgaben der Bauherrin ist in Anlage 1-14-Projektbeschreibung – Phase 1 des Verhandlungsverfahrens enthalten. In der zweiten Phase des Verhandlungsverfahrens (Angebotsaufforderung) erhalten die Bieter eine Checkliste der einzureichenden Unterlagen sowie eine ausführliche Projektbeschreibung. Diese enthält sämtliche relevanten Anforderungen – insbesondere baurechtliche, gestalterische und technische Vorgaben – zur Ausarbeitung eines Lösungsvorschlags. Mit der Aufforderung zum Angebotsabgabe wird ein Entwurf des Generalplaner-Vertrages vorgelegt. Voraussichtlich wird sich der Vertragstext an dem Rift-Mustern orientieren. Prognose Anrechenbare Kosten Neubau KG 300+400 21,7 Mio. € netto 3-Feldsporthalle KG 300+400 5,2 Mio. € netto Freianlage KG 500 2,7 Mio. € netto Die Prognose der anrechenbaren Kosten wurde anhand BKI-Werte und Werte aus Vergleichsprojekte aus dem Landkreis erstellt. Die Kosten für die Kostengruppe 410-490 wurden prozentuell anhand BKI ermittelt. Terminschiene: Verhandlungsverfahren Phase I September 2025 Verhandlungsverfahren Phase II November2025 Planungsbeginn April-Mai 2026 Fertigstellung September 2029
Vergabeunterlagen

Zeitplan

Veröffentlichung
01.09.25
Fragenfrist
19.09.25
Teilnahmefrist
01.10.25

Ausschreibung

Reichweite
EU-weit
Vergabeart
neg-w-call
Geschätzter Wert
9.000.000 €
Erfüllungsort
Darmstadt, Deutschland
Vertragslaufzeit
42 Tage
E-Mail
zavs@ladadid.de
Freischalten
Telefon
+4961518811600
Freischalten

Eignungs- & Bewertungskriterien

Eignungskriterien

  • Nachweis der Fachkunde durch Vorlage des Referenzbogens 1-09-Referenzbogen Hinweis

    • Die Referenzen werden nur gewertet, wenn sie die folgenden Mindestanforderungen erfüllen
    • bei Nichterfüllen dieser Voraussetzungen wird der Teilnahmeantrag wegen nicht nachgewiesener Eignung und Unvollständigkeit vom Verfahren ausgeschlossen.
    • • Nachweis von mindestens 1 Referenzprojekt, soweit es Leistungen der Objektplanung, der TGA-Planung und der Freianlagenplanung betrifft, inhaltlich sowie von Umfang und Komplexität mindestens vergleichbar mit diesem Projekt ist und alle geforderten Referenzkategorien abdeckt. Das Referenzprojekt ist dann in seiner Art vergleichbar, wenn es dem Auftragsgegenstand nach Art und Umfang nahekommt oder ähnelt und somit einen tragfähigen Rückschluss auf die Leistungsfähigkeit des Bieters für die ausgeschriebene Leistung ermöglicht.
    • • Es handelt sich um in den letzten 5 Geschäftsjahren erbrachte Leistungen (Abschluss der Leistungen ohne LPH 9 nicht vor 2020).
    • • Mindestgröße Baukosten i.H.v. 15 Mio. € netto KG 300 + 400 + 500
    • • Es sind dargestellt der Liefer-/Leistungsumfang, das Auftragsvolumen in EURO, der Ausführungszeitraum, Name und Anschrift Auftraggebers (einen Ansprechpartner beim Referenzgeber mit Telefonnummer wird der Auftraggeber bei Bedarf nachfordern).
    • Hinweis: Bei Nichterfüllen der oben genannten Mindestkriterien wird der Teilnahmeantrag wegen nicht nachgewiesener Eignung und Unvollständigkeit vom Verfahren ausgeschlossen.
    • Folgende Referenzen werden abgefragt:
    • • Referenz für öffentliche Auftraggeber
    • (Anwendung des öffentlichen Vergaberechts)
    • • Referenz aus dem Bereich Schulbau
    • (weiterführenden Schulen, Ausbildungsstätten)
    • • Referenz aus dem Bereich Schulbau-Freianlagen
    • (weiterführenden Schulen, Ausbildungsstätten)
    • • Referenz hinsichtlich des energieoptimierten und nachhaltigen Bauens:
    • a) Erfahrungen mit Nachhaltigkeitszertifizierungen von
    • Nichtwohngebäuden (d. h. BNB oder DGNB) eines realisierten Projektes
    • b) Erfahrungen mit energieoptimierten Nichtwohngebäuden (EG40-Standard
    • oder Passivhaus-Standard oder klimaneutral im Betrieb oder glw.) eines realisierten Projektes
    • • Referenz für die Beteiligung an einem Generalplanungsteam
    • (Mitwirkung des Bewerbers an der Objektplanung Gebäude und der technischen Ausrüstung [TGA] im Rahmen eines Generalplanerauftrages)
    • Hinweis: Es ist nicht erforderlich, dass alle geforderten Leistungsgegenstände in einem einzigen Referenzprojekt nachgewiesen werden. Da ein Generalplaner gesucht wird, können die einzelnen Leistungsgegenstände (hier: Objektplanung Gebäude, technische Ausrüstung, Freianlagenplanung) auch durch unterschiedliche Referenzprojekte belegt werden.
    • Ebenso können die geforderten Kategorien (öffentlicher Auftraggeber, Schulbau, Schulbau-Freianlagen, energieoptimiertes/nachhaltiges Bauen, Beteiligung an einem Generalplanungsteam) in unterschiedlichen Referenzen nachgewiesen werden. Entscheidend ist, dass die Zusammenschau aller eingereichten Referenzen insgesamt alle geforderten Leistungsgegenstände und Kategorien abdeckt.
    • Ein Referenzprojekt kann dabei auch mehrere Bereiche gleichzeitig erfüllen. Im Referenzbogen ist jeweils anzugeben, für welchen Referenzbereich die Referenz inhaltlich gelten soll. Wenn vorhanden, sollen Kopien von Referenzschreiben der jeweiligen Auftraggeber als Nachweis beigefügt werden. Die Nichtvorlage von Referenzschreiben führt jedoch nicht zur Unvollständigkeit der Referenz.
    • Das Kriterium ist für den Zugang zur 2. Phase als Auswahlkriterium relevant: Ja
    • Nachweis zur beruflichen Befähigung in Form eines Studiennachweises
    • Auswärtige Bewerber mit der Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erfüllen die fachliche Voraussetzung für ihre Bewerbung, wenn sie den Nachweis für die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung nach der Richtlinie 2005/36/EG gewährleistet ist und im Auftragsfall die Vorgaben des §5 NBVO erfüllt werden. ^
    • Das Kriterium ist für den Zugang zur 2. Phase als Auswahlkriterium relevant: Nein
    • Auf gesondertes Verlangen Erklärung zur Zahl der in den letzten drei Jahren jahresdurchschnittlich Beschäftigten und zu den für die Leitung vorgesehenen Personen
    • Das Kriterium ist für den Zugang zur 2. Phase als Auswahlkriterium relevant: Nein
    • Nachweis einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung bei einem in der Europäischen Union zugelassenen Versicherer oder Erklärung über den Abschluss im Zuschlagsfalle Die Deckung muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben
    • wenn ein solcher Versicherungsschutz noch nicht besteht, ist eine schriftliche Eigenerklärung vorzulegen, wonach der Bieter dem Auftraggeber den Abschluss einer entsprechenden Versicherung im Zuschlagsfalle zusichert. Der Abschluss der Versicherung ist im Zuschlagsfalle innerhalb von vier Wochen nach Zuschlag nachzuweisen. Die Höhe der Versicherungssumme wird mit der zweiten Phase des Verhandlungsverfahrens bekannt gegeben.
    • Das Kriterium ist für den Zugang zur 2. Phase als Auswahlkriterium relevant: Nein
    • Erklärungen in Formblatt 124 oder mittels Präqualifikation
    • • dass das Unternehmen in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren vergleichbare Leistungen erbracht hat
    • • dass dem Unternehmen die für die Ausführung der Leistungen erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen
    • • zur Eintragung in einem Berufs- o. Handelsregister
    • • zu Insolvenzverfahren und Liquidation
    • • dass nachweislich keine schwere Verfehlung begangen wurde
    • • zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung
    • • zur Mitgliedschaft bei der Architekten-/Ingenieurkammer
    • Erklärungen im Teilnahmeantrag
    • • zur Eigenschaft als KMU
    • • zum Umsatz in den letzten drei abge¬schlossenen Geschäftsjahren
    • • zur wirtschaftlichen Verknüpfung mit Dritten auf den konkreten Auftrag bezogen
    • Das Kriterium ist für den Zugang zur 2. Phase als Auswahlkriterium relevant: Nein
    • Umsatz in den letzten drei abge¬schlossenen Geschäftsjahren, soweit er Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen.
    • Das Kriterium ist für den Zugang zur 2. Phase als Auswahlkriterium relevant: nein

Zuschlagskriterien

  • 1 Honorarangebot inkl. besonderer Leistungen und Nebenkosten brutto, max. 60 von 200 Punkten, Gewichtung: 30 %

  • 2 Qualität Lösungsvorschlag, max. 100 von 200 Punkten; Gewichtung

    • 50 %
    • Qualität Lösungsvorschlag max. 100 Pkt.
    • • Baurechtliche, gestalterische, und technische Anforderungen:
    • - Umsetzung rechtliche Vorgaben, Umsetzung Raumprogramm, Gestaltung und innenräumliche Organisation
    • Gestaltung und
    • Organisation der Freianlagen
    • Konzept für Gebäudeerweiterung max. 30 Pkt.
    • - realistische Kostenprognose für KG 300 + 400 + 500 max. 10 Pkt.
    • • Bauliche Anforderungen:
    • - Umsetzung pädagogisches Konzept max. 10 Pkt.
    • - Nachhaltigkeitskonzept: max. 40 Pkt.
    • Funktionalität (Erschließung, Zugänglichkeit, Barrierefreiheit, Sicherheit, Kommunikationszonen)
    • Nutzerkomfort (Schallschutz, Tageslicht, Raumklima)
    • Wirtschaftlichkeit (Flächeneffizienz, Anpassungsfähigkeit, Lebenszykluskosten)
    • Ressourcen und Energie (Klimaresilienz, Baustoffe, Energiebedarf, Energiebedarfsdeckung)
    • - Herangehensweise und Einschätzung besonderer Anforderungen im Baubetrieb (Baustelleneinrichtung, Bauablauf, evtl. Bildung von Bauabschnitten) max. 10 Pkt.
  • 3 Qualität Projektteam/Projektorganisation/Herangehensweise, max. 40 von 200 Punkten; Gewichtung

    • 20 %
    • Projektteam / Projektorganisation / Herangehensweise max. 40 Pkt.
    • • Projektteam / Personaleinsatzkonzept, interne Organisation, Präsenz vor Ort max. 10 Pkt.
    • • Vorgehensweise und Werkzeuge zur qualitäts-, termin- und kostengerechten Leistungserbringung und Erreichung der Projektziele max. 10 Pkt.
    • • Prozessabläufe und Kommunikationsstruktur für Planung (fachübergreifend), Ausschreibungen und Objektüberwachung (Berichtswesen,
    • Vergabevermerke etc.) einschließlich Planlauf (ggf. Projektkommunikationssystem) anhand eines Referenzprojekts max. 10 Pkt.
    • • Konzept zur abgestimmten Arbeitsteilung zwischen Generalplaner (GP) und Generalunternehmer (GU) unter Einbeziehung des Auftraggebers (AG), gegliedert nach den Leistungsphasen gemäß dem Leistungsbild nach Siemon-Tabelle max. 10 Pkt.

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