Vergabewissen

Öffentliche Aufträge finden 2026: Alle Vergabeplattformen + Anleitung

Sie suchen Ausschreibungen der öffentlichen Hand? Hier sind alle 30+ Vergabeplattformen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – mit Direktlinks und Profi-Tipps zur effizienten Suche.

12 Min. Lesezeit
Alexander KohlerAlexander Kohler
Aktualisiert: 20. April 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle Ausschreibungen an einem Ort: TED für EU-weite Aufträge, bund.de für den Bund, plus 16 Landesportale und private Plattformen wie DTVP und subreport.
  • Zeitersparnis durch Aggregatoren: Statt 30+ Portale täglich zu prüfen, bündeln Tools wie Bidfix alle Quellen und filtern nach Ihrer Branche und Region.
  • Direkteinstieg für KMU: Seit 2026 sind Aufträge bis 50.000 € (Bau) ohne Ausschreibung möglich – aber größere Chancen finden Sie auf den Vergabeportalen.

Schnellstart: Wo finde ich öffentliche Aufträge?

Sie wollen direkt loslegen? Hier sind die wichtigsten Anlaufstellen für öffentliche Ausschreibungen:

Die Top 5 Vergabeplattformen für den Einstieg

Plattform
Was Sie dort finden
Link
TED
Alle EU-weiten Aufträge ab 216.000 € (DL) / 5,4 Mio. € (Bau)
bund.de
Ausschreibungen der Bundesbehörden
DTVP
Größtes privates Vergabeportal, viele Kommunen
Ihr Landesportal
Ausschreibungen von Land und Kommunen
Siehe Tabelle unten
Bidfix
Alle Quellen gebündelt + KI-Filter

Wie viel Markt gibt es?

Öffentliche Auftraggeber in Deutschland vergeben jährlich Aufträge im Wert von über 500 Milliarden Euro. Das umfasst:

  • Bauaufträge: Hochbau, Tiefbau, Sanierung, Gebäudetechnik (VOB-geregelt)
  • Lieferaufträge: IT-Hardware, Fahrzeuge, Medizintechnik, Büroausstattung
  • Dienstleistungsaufträge: IT-Services, Beratung, Planungsleistungen, Reinigung

Der entscheidende Punkt: Öffentliche Auftraggeber müssen ausschreiben. Sie können nicht einfach beim bekannten Lieferanten bestellen. Das macht diesen Markt für KMU zugänglich – wenn Sie wissen, wo Sie suchen müssen.

Alle Vergabeplattformen Deutschland: Die komplette Liste 2026

Deutschland hat über 30 Vergabeplattformen. Hier ist die vollständige Übersicht – mit Direktlinks und Tipps, welche Plattform für Ihre Branche relevant ist.

Bundesweite Plattformen

Plattform
Auftraggeber
Stärke
Link
TED
EU-weite Pflichtveröffentlichung
Alle Aufträge ab Schwellenwert
bund.de
Bundesbehörden
Ministerien, BAAINBw, Zoll
DTVP
15.000+ Auftraggeber
Kommunen, Stadtwerke
subreport ELViS
Viele Kommunen
Stark im Baubereich
Vergabe24
Regional
Mittelstand

Landesportale nach Bundesland

Bundesland
Portal
Link
Baden-Württemberg
Vergabeportal BW
Bayern
Vergabe Bayern
Berlin
Vergabeplattform Berlin
Brandenburg
Vergabemarktplatz Brandenburg
Bremen
Vergabeportal Bremen
Hamburg
Gateway Hamburg
Hessen
HAD
Mecklenburg-Vorpommern
Vergabemarktplatz M-V
Niedersachsen
Vergabe.Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Vergabe.NRW
Rheinland-Pfalz
Vergabemarktplatz RLP
Saarland
Vergabeportal Saarland
Sachsen
eVergabe Sachsen
Sachsen-Anhalt
eVergabe Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Vergabemeldedienst SH
Thüringen
Vergabemarktplatz Thüringen

Österreich und Schweiz

Land
Portal
Was Sie finden
Österreich
Auftrag.at
Alle öffentlichen Aufträge
Schweiz
simap.ch
Bund und Kantone

Das Problem: 30+ Portale täglich prüfen?

Die fragmentierte Landschaft ist der größte Schmerzpunkt. Wer alle Chancen nutzen will, muss theoretisch täglich Dutzende Plattformen durchsuchen. Aggregatoren wie Bidfix lösen dieses Problem: Alle Quellen gebündelt, gefiltert nach CPV-Codes und Region, mit täglicher E-Mail-Benachrichtigung.

Arten von Vergabeverfahren

Nicht jede Ausschreibung läuft gleich ab. Das Vergaberecht sieht verschiedene Verfahrensarten vor, die je nach Auftragswert und Komplexität zum Einsatz kommen.

Oberhalb der EU-Schwellenwerte

Verfahren
Wann geeignet
Ablauf
Offenes Verfahren
Standardverfahren, jedes Unternehmen darf ein Angebot abgeben
Bekanntmachung → Angebote → Wertung → Zuschlag
Nicht offenes Verfahren
Bei Bedarf an Vorauswahl der Bieter
Bekanntmachung → Teilnahmeanträge → Ausgewählte Bieter → Angebote → Zuschlag
Verhandlungsverfahren
Komplexe Aufträge, technische Klärung nötig
Bekanntmachung → Teilnahme → Erstangebot → Verhandlung → Zuschlag
Wettbewerblicher Dialog
Sehr komplexe Projekte (z. B. PPP-Modelle)
Bekanntmachung → Teilnahme → Dialogphase → Angebot → Zuschlag
Innovationspartnerschaft
Forschung und Entwicklung neuer Lösungen
Bekanntmachung → Teilnahme → Entwicklungsphase → Beschaffung

Unterhalb der EU-Schwellenwerte (nationale Vergabe)

Verfahren
Wertgrenze (seit 2026)
Besonderheit
Direktauftrag
Bis 50.000 € netto (Bau) / 25.000 € (Liefer/DL)
Kein formelles Verfahren, mindestens Preisvergleich
Beschränkte Ausschreibung
Bis 150.000 € netto (Bau)
Nur eingeladene Unternehmen
Öffentliche Ausschreibung
Regelverfahren
Für alle Unternehmen offen
Verhandlungsvergabe
Ausnahmefälle
Ähnlich dem Verhandlungsverfahren

Für KMU besonders relevant: Durch die Erhöhung der Wertgrenzen zum 1. Januar 2026 (Direktauftrag bis 50.000 €, beschränkte Ausschreibung bis 150.000 €) sind mehr Aufträge im niedrigschwelligen Bereich zugänglich. Nutzen Sie Branchennetzwerke und Auftraggeber-Kontakte, um auch bei beschränkten Verfahren eingeladen zu werden.

Schritt für Schritt: So bewerben Sie sich auf öffentliche Aufträge

Eine erfolgreiche Bewerbung auf öffentliche Aufträge folgt einem klaren Ablauf. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Passende Ausschreibungen identifizieren

Definieren Sie Ihr Suchprofil: Welche Leistungen bieten Sie an? In welchen Regionen sind Sie tätig? Welche CPV-Codes passen zu Ihrem Angebot? Richten Sie automatische Benachrichtigungen auf den relevanten Vergabeplattformen ein. Alternativ nutzen Sie einen Aggregator wie Bidfix für die gebündelte Suche.

2. Ausschreibungsunterlagen prüfen

Laden Sie die vollständigen Vergabeunterlagen herunter und prüfen Sie:

  • Leistungsbeschreibung: Was genau wird gefordert?
  • Eignungskriterien: Welche Nachweise müssen Sie erbringen? (Referenzen, Umsatz, Zertifikate)
  • Zuschlagskriterien: Wird nur nach Preis vergeben oder fließen Qualitätskriterien ein?
  • Fristen: Wann ist Angebotsschluss? Gibt es eine Frist für Bieterfragen?
  • Vertragsbedingungen: Welche besonderen Bedingungen gelten?

3. Eignungsnachweise zusammenstellen

Typische Eignungsnachweise umfassen:

  • Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft
  • Steuerbescheinigung des Finanzamts
  • Haftpflichtversicherungsnachweis
  • Referenzliste vergleichbarer Projekte
  • Umsatzangaben der letzten drei Geschäftsjahre
  • Fachkundenachweise und Zertifizierungen (z. B. ISO 9001)

Vorbereitung ist hier der Schlüssel: Halten Sie diese Unterlagen aktuell und griffbereit. Viele Unternehmen nutzen die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) als standardisiertes Formular.

4. Angebot kalkulieren und erstellen

Füllen Sie das Leistungsverzeichnis sorgfältig aus. Achten Sie auf:

  • Vollständigkeit: Jede Position muss bepreist sein
  • Rechnerische Richtigkeit: Einheitspreise × Mengen = Gesamtpreise
  • Nebenkosten: Baustelleneinrichtung, Versicherungen, Zuschläge einkalkulieren
  • Nachunternehmer: Falls Leistungen vergeben werden, müssen diese oft angegeben werden

5. Fristgerecht einreichen

Reichen Sie Ihr Angebot über die vorgeschriebene Plattform ein. Beachten Sie:

  • Ausschließlich digitale Einreichung über die Vergabeplattform (eVergabe)
  • Qualifizierte elektronische Signatur, falls gefordert
  • Mindestens 24 Stunden vor Fristende einreichen, um technische Probleme abzufangen
  • Nachträgliche Änderungen sind nach Ablauf der Frist nicht möglich

6. Aufklärungsgespräche und Zuschlag

Nach der Auswertung kann der Auftraggeber Sie zu einem Aufklärungsgespräch einladen. Seien Sie darauf vorbereitet, Ihre Kalkulation oder technischen Ansatz zu erläutern. Der Zuschlag wird dem wirtschaftlichsten Angebot erteilt, nicht automatisch dem billigsten.

Aufträge finden nach Branche

Je nach Branche gibt es spezifische Besonderheiten beim Zugang zu öffentlichen Aufträgen.

Baugewerbe und Handwerk

Das Baugewerbe ist der mit Abstand größte Bereich bei öffentlichen Aufträgen. Wichtige CPV-Bereiche:

  • Hochbau (45.21): Neubau, Sanierung, Umbau
  • Tiefbau (45.23): Straßen, Brücken, Kanalbau
  • Elektrotechnik (45.31): Elektroinstallation
  • Heizung, Lüftung, Sanitär (45.33): Gebäudetechnik

Besonderheit: Bauaufträge werden häufig in Lose aufgeteilt, sodass auch kleinere Handwerksbetriebe einzelne Gewerke übernehmen können. Die VOB regelt die spezifischen Vergabe- und Vertragsbedingungen.

IT und Digitalisierung

Der IT-Sektor wächst im öffentlichen Bereich überdurchschnittlich. Typische Aufträge:

  • Software-Entwicklung und -Einführung
  • IT-Beratung und Projektmanagement
  • Cloud-Services und Hosting
  • Cybersecurity und Datenschutz
  • Digitalisierung von Verwaltungsprozessen (OZG)

Besonderheit: IT-Aufträge werden häufig als Rahmenvereinbarungen vergeben. Einmal gewonnen, können Sie über mehrere Jahre Einzelabrufe erhalten.

Beratung und Dienstleistung

Öffentliche Auftraggeber benötigen externe Expertise in vielen Bereichen:

  • Managementberatung und Organisationsentwicklung
  • Planungsleistungen und Ingenieurleistungen (HOAI)
  • Umweltgutachten und Nachhaltigkeitsberatung
  • Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung

Besonderheit: Freiberufliche Leistungen wie Architektur und Ingenieurwesen unterliegen besonderen Vergaberegeln (§§ 73-80 VgV) und werden oft über Planungswettbewerbe vergeben.

Lieferungen und Handel

Büromaterial, Fahrzeuge, medizinische Geräte, Laborbedarf. Die öffentliche Hand beschafft eine enorme Bandbreite an Waren:

  • Büro- und Verwaltungsbedarf
  • Fahrzeuge und Fuhrpark
  • Medizintechnik und Laborausrüstung
  • Lebensmittel für Kantinen, Kitas, Schulen

Besonderheit: Lieferaufträge werden oft über zentrale Beschaffungsstellen gebündelt (z. B. Kaufhaus des Bundes). Kleine Lose werden gezielt für KMU ausgeschrieben.

Tipps: So erhöhen Sie Ihre Erfolgschancen

Der öffentliche Beschaffungsmarkt ist wettbewerbsintensiv. Mit diesen Strategien steigern Sie Ihre Zuschlagsquote:

Systematische Marktbeobachtung

Richten Sie tägliche Suchprofile ein und überwachen Sie die relevanten Vergabeplattformen kontinuierlich. Je früher Sie eine passende Ausschreibung entdecken, desto mehr Zeit bleibt für die Angebotserstellung. Tools wie Bidfix automatisieren diese Recherche und benachrichtigen Sie sofort bei neuen passenden Ausschreibungen.

Bieterfragen gezielt nutzen

Stellen Sie während der Angebotsfrist Bieterfragen an den Auftraggeber. Das zeigt Kompetenz und hilft, Unklarheiten in der Leistungsbeschreibung aufzuklären. Wichtig: Die Antworten werden allen Bietern zugänglich gemacht.

Bietergemeinschaften bilden

Wenn Sie allein nicht alle Eignungskriterien erfüllen, bilden Sie eine Bietergemeinschaft mit einem komplementären Partner. Das ist insbesondere bei großen, interdisziplinären Aufträgen ein bewährtes Mittel.

Referenzen aufbauen

Öffentliche Auftraggeber verlangen oft Referenzen vergleichbarer Projekte. Steigen Sie mit kleineren Aufträgen ein, sammeln Sie Referenzen und qualifizieren sich schrittweise für größere Vergaben. Dokumentieren Sie jedes Projekt mit Auftragsvolumen, Leistungsumfang und Auftraggeber.

Preis und Qualität ausbalancieren

Viele Vergaben bewerten nicht nur den Preis, sondern auch Qualitätskriterien (z. B. Konzept, Personal, Nachhaltigkeit). Lesen Sie die Zuschlagskriterien genau und investieren Sie in eine überzeugende Darstellung Ihres Konzeptanteils.

Regionale Netzwerke nutzen

Besonders bei Vergaben unterhalb der Schwellenwerte spielen regionale Kontakte eine Rolle. Besuchen Sie Vergabe-Informationsveranstaltungen Ihrer IHK, pflegen Sie Kontakte zu Vergabestellen und lassen Sie sich in Bieterlisten eintragen.

Häufige Fehler bei der Angebotsabgabe

Formale Fehler sind die häufigste Ursache für den Ausschluss von Vergabeverfahren. Vermeiden Sie diese Stolperfallen:

Formale Ausschlussgründe

  • Fehlende Unterschrift oder Signatur: Seit der Umstellung auf eVergabe muss das Angebot elektronisch signiert oder über die Plattform rechtsverbindlich abgegeben werden
  • Unvollständiges Leistungsverzeichnis: Jede Position muss ausgefüllt sein, denn leere Felder führen zum Ausschluss
  • Fristüberschreitung: Auch eine Minute nach Ablauf der Angebotsfrist ist zu spät. Planen Sie Puffer ein
  • Fehlende geforderte Erklärungen: Eigenerklärungen, Nachunternehmererklärungen oder Tariftreue-Erklärungen vergessen

Inhaltliche Fehler

  • Pauschale Angebote bei Einheitspreisvertrag: Wenn ein Leistungsverzeichnis vorliegt, müssen Sie Einheitspreise kalkulieren, keine Pauschalpreise
  • Änderungen an den Vergabeunterlagen: Streichen, Ergänzen oder Umformulieren der Vertragsbedingungen führt zum Ausschluss
  • Unrealistisch niedrige Preise: Ungewöhnlich niedrige Angebote lösen eine Aufklärungspflicht aus. Können Sie Ihren Preis nicht schlüssig begründen, wird das Angebot ausgeschlossen
  • Fehlende Produktangaben: Wenn konkrete Fabrikate oder gleichwertige Produkte gefordert sind, müssen diese benannt werden

Strategische Fehler

  • Nicht auf die Zuschlagskriterien eingehen: Wenn 40 % der Wertung auf das Konzept entfallen, sollten Sie 40 % Ihrer Angebotserstellung darauf verwenden
  • Referenzen nicht passend auswählen: Wählen Sie Referenzen, die der ausgeschriebenen Leistung möglichst ähnlich sind
  • Keine Bieterfragen stellen: Wenn die Leistungsbeschreibung unklar ist, klären Sie das vor der Angebotsabgabe

Checkliste: In 10 Schritten zum ersten öffentlichen Auftrag

Nutzen Sie diese Checkliste als Leitfaden für Ihren Einstieg in die öffentliche Vergabe:

  1. Eignung prüfen: Erfüllt Ihr Unternehmen die typischen Eignungsanforderungen? (Handelsregister, Berufsgenossenschaft, Haftpflicht, Steuern)
  2. Unterlagen vorbereiten: Stellen Sie alle Standardnachweise in einem digitalen Ordner zusammen. Halten Sie sie stets aktuell
  3. Suchprofil definieren: Welche CPV-Codes, Regionen und Auftragsarten passen zu Ihrem Unternehmen?
  4. Vergabeplattformen registrieren: Melden Sie sich bei den relevanten Portalen an (TED, bund.de, Landesportale)
  5. Automatische Suche einrichten: Nutzen Sie eine Plattform wie Bidfix, die alle relevanten Quellen bündelt und Sie bei passenden Ausschreibungen benachrichtigt
  6. Klein anfangen: Starten Sie mit Aufträgen im Unterschwellenbereich und sammeln Sie Erfahrung
  7. Erstes Angebot erstellen: Arbeiten Sie das Leistungsverzeichnis sorgfältig durch. Nutzen Sie die Bieterfragen-Phase aktiv
  8. Feedback einholen: Auch bei einer Absage sollten Sie den Auftraggeber nach einer Begründung fragen. Daraus lernen Sie für das nächste Verfahren
  9. Referenzen dokumentieren: Jeder gewonnene Auftrag wird zur Referenz für den nächsten
  10. Prozess optimieren: Nach den ersten Bewerbungen werden Sie schneller. Erstellen Sie Vorlagen für Standardnachweise und Angebotstexte

Der Einstieg in die öffentliche Vergabe erfordert anfangs Investitionszeit. Aber: Der Markt ist riesig, die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand ist verlässlich und einmal gewonnene Referenzen öffnen Türen zu weiteren Aufträgen. Starten Sie heute mit der Ausschreibungssuche auf Bidfix, kostenlos und ohne Verpflichtung.

FAQ

Welche Vergabeplattform ist die wichtigste?

Das hängt von Ihrer Zielgruppe ab. Für EU-weite Aufträge: TED. Für Bundesbehörden: bund.de. Für Kommunen: DTVP oder Ihr Landesportal (z.B. Vergabe.NRW, vergabe.bayern.de). Wer alle Quellen abdecken will, nutzt einen Aggregator wie Bidfix, der über 30 Plattformen bündelt.

Kann ich als kleines Unternehmen überhaupt mitbieten?

Ja, sogar bevorzugt. Das Vergaberecht schreibt vor, dass Aufträge in Lose aufzuteilen sind, um KMU den Zugang zu erleichtern. 2026 sind Direktaufträge bis 50.000 € (Bau) bzw. 15.000 € (Liefer/DL) möglich. Starten Sie mit kleineren Aufträgen, sammeln Sie Referenzen – viele große Bieter haben so angefangen.

Was kostet mich die Teilnahme?

Nichts. Die Vergabeunterlagen sind kostenlos. Sie zahlen nur Ihre eigene Zeit für die Angebotserstellung. Für den Einstieg lohnen sich kleinere Aufträge, bei denen der Aufwand überschaubar ist.

Wie finde ich Ausschreibungen für meine Branche?

Nutzen Sie CPV-Codes (Common Procurement Vocabulary). Das ist das EU-weite Klassifikationssystem für Auftragsarten. Beispiele: 45 = Bauarbeiten, 72 = IT-Dienstleistungen, 79 = Beratung. Die meisten Vergabeplattformen erlauben Filterung nach CPV-Codes.

Wie oft werden neue Ausschreibungen veröffentlicht?

Täglich. Allein auf TED erscheinen über 2.500 neue Bekanntmachungen pro Tag. In Deutschland kommen Hunderte weitere auf den Landesportalen und DTVP hinzu. Deshalb ist automatische Benachrichtigung so wichtig – sonst verpassen Sie passende Aufträge.

Was brauche ich, um mein erstes Angebot abzugeben?

Die Basics: Gewerbeanmeldung oder Handelsregister, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft, Steuerbescheinigung, Betriebshaftpflicht. Für größere Aufträge: 3 Jahre Umsatzzahlen und passende Referenzen. Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) vereinfacht den Nachweis bei EU-Vergaben.

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