Öffentliche Ausschreibung

Gesamtsanierung Genovevaburg Mayen - Zimmerarbeiten Dachstuhl

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Auftraggeber

Stadtverwaltung Mayen

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Beschreibung

Das Bauvorhaben umfasst die Gesamtsanierung der unter Denkmalschutz stehenden Oberburg der Genovevaburg in Mayen. Es ist eine gesamtheitliche Außen- und Innensanierung des Gebäudekomplexes geplant. Die Genovevaburg Mayen ist ein herausragendes und nahezu vollständig erhaltendes Beispiel des Burgenbaus des 19. und 20. Jahrhunderts und prägt als eines der Wahrzeichen das Stadtbild. Die Burg wurde im Jahr 1280 erbaut. Heute prägend sind neben dem Wiederaufbau von 1893 insbesondere die Veränderungen, die ab 1918 durch den Architekten Erst Stahl unter dem Leitbild der frühen Heimatschutzbewegung erfolgten. Ernst Stahl verfolgte ein einheitliches Konzept, das auch die Innenausstattung der Burg umfasste. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurden Baukörper verändert, neu aufgebaut bzw. zurückgebaut. Die Burg gliedert sich in fünf Gebäudeteile: Amtshaus (A), Brauhaus (B), Verbindungstrakt (C), Wehrgang (D) und Goloturm (E). Die Sanierung erfolgt in mehreren Bauabschnitten, gegliedert in die Gebäudeteile. Ab Juni 2025 finden im Burghof die Burgfestspiele statt, der Baubeginn ist für August 2025 geplant. Die Außensanierung soll Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Innensanierung soll Mitte des Jahres 2026 starten. Der Nordwestturm des Amtshauses wurde vor einigen Jahren saniert und ist nicht Bestandteil der Maßnahme. Aufgrund der stadtbildprägenden Lage auf einer Felskuppe oberhalb des Marktplatzes ist die Baustelle erschwert zugänglich und der Materialtransport erfolgt ausschließlich über einen bauseitigen Turmdrehkran. Aus der Geometrie der Dachlandschaft ergeben sich sehr unterschiedliche Anforderungen an die Planung. Es finden sich ineinander verschachtelten, unterschiedlichen Dachflächen: Mansarden-, Sattel-, Walm- und Zwiebeldächer mit Sprengwerken. Die Umbauphase unter Ernst Stahl ist heute prägende Gestaltungsschicht. Daher sind die Dachstühle Teil der konstituierenden Bausubstanz mit dem obersten Ziel diese Substanz zu erhalten. Die Reparatur und statische Ertüchtigung soll nach Möglichkeit materialgerecht in Vollholz ausgeführt werden. In Fällen, wo dies nicht ausreicht, ist die Zuhilfenahme von Stahlelementen vorgesehen. Um die hohen denkmalpflegerischen Anforderungen zu erfüllen ist einschlägige Erfahrung in der Ertüchtigung historischer Dachstühle zwingend erforderlich, sowie der Nachweis von handwerklich anspruchsvollen Ausführungen und der technischen Kompetenz in Bezug auf komplexe Dachstrukturen mit Gauben und Dachgeometrien. Selbiges gilt für ein dauerhaftes Arbeiten unter Zuhilfenahme von Notdachkonstruktionen und einer engen Abstimmung mit weiteren auf der Baustelle tätigen Gewerken und Projektbeteiligten. Für die Ausführung kommen nur fachkundige, leistungsfähige Fachbetriebe in Betracht, die entsprechendes Fachpersonal mit langjähriger Berufserfahrung im Bereich der Zimmerarbeiten an historischen Gebäuden detailliert nachweisen können.

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