Öffentliche Ausschreibung

Generalplanerleistung HOAI (1-9) zur Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Betriebsgebäudes der historischen Kläranlage

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Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
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Beschreibung

1. Ausgangssituation Die Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF) plant die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Betriebsgebäudes der historischen Kläranlage, auch "Schlösschen" genannt. Das Gebäude wurde zuletzt bis zum Jahr 2024 als Labor des Umweltamtes der Stadt Frankfurt am Main genutzt. 2. Objektbeschreibung 2.1 Einleitung Mit der Sanierung und Umnutzung soll das Gebäude einerseits einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt und andererseits als Baudenkmal erhalten bleiben. Die historische Kläranlage liegt am Schwanheimer Ufer im Stadtteil Niederrad auf dem Gelände der Abwasserreinigungsanlage Niederrad (ARA Niederrad). Das Areal ist vollständig umzäunt und überwacht. Die Grenze zwischen öffentlichem Straßenraum und Kläranlage wird durch einen Stahlzaun sowie durch die Außenwand des historischen Gebäudes gebildet. 2.2 Gebäudesituation (Ist-Zustand) Das Gebäude wurde in seiner rund 120-jährigen Geschichte mehrfach modernisiert und den jeweiligen Anforderungen angepasst. Entsprechende Unterlagen sind überwiegend vorhanden. In den letzten Jahren wurden zudem Bestandsuntersuchungen im Bereich der Klärbeckengalerien durchgeführt. • Umfassende Sanierungen: 1995 und 2011 • Teilmaßnahme: 2021 Sanierung der Gebäudeaußenhaut Seit 2011 war das Gebäude als Labor für das Umweltamt genutzt. Entsprechend sind Räume, Sanitäranlagen und technische Ausstattung auf diese Nutzung ausgerichtet. 2.3 Gebäudeinneres • Allgemein: Keine gravierenden Mängel außer Feuchtestellen im Bereich des Flachdachs. • Treppe: Die Sandsteinwendeltreppe vom EG ins UG weist feuchtigkeitsbedingte Schäden und Ausblühungen auf. • Decken: Stahlträger zur Lastaufnahme schwerer Laborausstattung sind vorhanden. Im UG sind einige Träger stark korrodiert → ggf. Verstärkung oder alternative Lösung erforderlich. • Sanitäreinrichtungen: Vorhanden im EG, 1. OG und DG; Weiterverwendung prüfen, Anpassung an künftige Nutzung möglich. • Dachgeschoss: Ausgebaut mit Trockenbauwänden. Nutzung als Büro-, Aufenthalts-, Abstell- und Umkleideräume, Teeküche sowie Technik- und Lüftungsraum. Dachstuhl in gutem Zustand, keine Feuchteeinwirkung bekannt. 2.4 Außenhaut • Sanierung 2011 unsachgemäß ausgeführt → Schäden an Fassade und Fachwerk. • Fachgerechte Sanierung 2021 erfolgt (u. a. Türen und Fenster aufgearbeitet). • Technischer Zustand aktuell: gut. 2.5 Dächer • Hauptdach: Fachwerkkonstruktion, Biberschwanz-Eindeckung (2011), keine Schäden bekannt. • Flachdächer: Bitumenabdichtung; unsachgemäße Anschlüsse → Feuchtigkeitsschäden in Unterkonstruktion. • Glasdach: Lüftungsschlitze vorhanden, Feuchtigkeit kann entweichen; konstruktionsbedingt jedoch starke Durchfeuchtung der Mauerkrone. 3. HOAI-Leistungsbilder Die Planung umfasst folgende Leistungsbilder gemäß HOAI: • Objektplanung Gebäude und Innenräume (§ 34 Abs. 4 i. V. m. Anlage 10 HOAI) anrechenbare Kosten 4.550.000€ / Honorarzone III • Freianlagen (§ 39 Abs. 4 i. V. m. Anlage 11 HOAI) anrechenbare Kosten 900.000€ / Honorarzone III • Tragwerksplanung (§ 49 ff.; § 51 Abs. 5 i. V. m. Anlage 14 HOAI) anrechenbare Kosten 2.300.000€ / Honorarzone III • Technische Ausrüstung (§ 53 ff.; § 55 Abs. 3 i. V. m. Anlage 15 HOAI) anrechenbare Kosten 1.370.000€ / Honorarzone II Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. 3.1 Zusätzliche Leistungen Zusätzlich sind folgende Leistungen erforderlich: • Bauphysik • Bauakustik • Raumakustik • Geotechnik • Örtliche Bauüberwachung • Weitere in den Vergabeunterlagen definierte Leistungen

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Häufig gestellte Fragen

Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Generalplanerleistung gemäß HOAI (Leistungsphasen 1-9) für die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Betriebsgebäudes der historischen Kläranlage in Frankfurt am Main. Ziel ist es, das Gebäude einer sinnvollen Nachnutzung zuzuführen und gleichzeitig als Baudenkmal zu erhalten. Die Planung umfasst die Objektplanung, Freianlagen, Tragwerksplanung und technische Ausrüstung, wobei die anrechenbaren Kosten insgesamt über 9 Millionen Euro betragen.

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