Öffentliche Ausschreibung

Flutpolder Linkes Muldevorland - Erarbeitung eines qualifizierten Fachgutachtens zur Ermittlung des bergbaubedingten Retentionsraumverlusts an der Mulde zwischen Bad Düben (Sachsen) und Bitterfeld (Sachsen-Anhalt)

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Auftraggeber

Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt

Adresse
Otto-von-Guericke-Straße 5
39104 Magdeburg

Weitere beteiligte Organisationen (2)

Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Land Sachsen-Anhalt
Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)

Wichtige Fristen

Keine Fristinformationen verfügbar

Beschreibung

+ 3.1 Räumliche und zeitliche Abgrenzung des Untersuchungsgebiets: Die Abgrenzung des Untersuchungsgebietes soll aus der Betrachtung zur historischen Aue und fachlicher Bewertungen zum Retentionsraum und historischer Hochwassermarken hergeleitet werden. Die Bedeutung bisheriger Retentionsraumoptimierungen durch Flutpolder und Deichrückverlegungen muss in die Bewertung und Abgrenzung einfließen. Das bedeutet, dass eine Analyse zur Wirkung und räumlichen Ausdehnung der bereits in Umsetzung befindlichen Polderstandorte durchgeführt werden muss. . + 3.2 Ermittlung der historischen Aue (Retentionsraum) der Mulde als Referenzzustand: Für das in 3.1 festgelegte Untersuchungsgebiet ist die historische Aue der Mulde und der relevanten Zuflüsse zu ermitteln, um eine Referenz (Urzustand vor bergbaubedingten Eingriffen) zum heutigen Retentionsraum definieren zu können. Basis hierfür können verschiedene historische Kartengrundlagen bilden. Sie zeigen die vorbergbauliche Landnutzung inklusive historischer Gewässerläufe und der Aue der Mulde. Zur Ermittlung der historischen Aue (Retentionsraum) sind auch die bergbaulichen Risswerke aus dem Archiv der LMBV einbeziehen. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob weitere fachliche Grundlagen zur Ermittlung der vorbergbaulichen Auenflächen geeignet sind oder ergänzend genutzt werden können. Es ist zu untersuchen, inwiefern ein digitales, vorbergbauliches Geländemodell erstellt werden kann und für die gestellte Aufgabe zielführend ist. Die Methodik zur Ableitung der vorbergbaulichen Auenflächen ist zu entwickeln und dem Auftraggeber zur Bestätigung vorzustellen. . + 3.3 Ermittlung der aktuellen (heutigen) Auenflächen – Ist-Zustand: Zur Ermittlung der aktuellen Auenflächen im Referenzgebiet ist ein geeigneter Vorschlag zu erarbeiten. Es wird prinzipiell davon ausgegangen, dass für die Untersuchung an großen Fließgewässern Informationen über Deichverläufe und die ausgewiesenen Überschwemmungsgebiete eine wesentliche Grundlage bilden. . + 3.4 Vergleich vorbergbauliche Auen mit aktuellen Auenflächen: In dem Vergleich der historischen, vorbergbaulichen Auenflächen mit den aktuellen, rezenten Auen ist herauszuarbeiten, wie hoch der Verlust an Auenflächen ist. . + 3.5 Recherchen historischer Hochwassermarken und Hochwasserereignisse: Die historischen Hochwassermarken und die eingetretenen Hochwasserereignisse (Hochwasserganglinie) sind im Verhältnis heutiger Abflussszenarien (HQT) gegenüberzustellen. Es ist ein Vergleich der Gefährdungspotentiale früher und heute aufzustellen und auszuwerten. . + 3.6 Ermittlung des Retentionsraumverlustes: Die Ergebnisse aus den Recherchen stellen die Grundlage für die Berechnung des Retentionsraumverlustes, welcher in Folge des Braunkohleabbaus entstanden ist und heute nicht mehr als Retentionsraum zur Verfügung steht. Es ist zu ermitteln, ob ein bergbaubedingter Retentionsraumverlust im Vergleich zum Ist-Zustand vorliegt und wenn ja ist dieser zu quantifizieren. Das Ergebnis ist aufzubereiten und dem Auftraggeber vorzustellen. . + 3.7 Fachliche Einordnung inklusive Defizitanalyse: Die gewonnenen Erkenntnisse sind fachlich einzuordnen und zu bewerten. Die Ergebnisse sind auch unter dem Aspekt der neu entstandenen Seen und der bereits konzipierten und sich in Umsetzung befindlichen Hochwasserschutzmaßnahmen der Länder SN und ST zu interpretieren. Es sind Vorschläge zur Umsetzung zu unterbreiten. Mögliche fachliche Defizite sind aufzugreifen und zu benennen. . + 3.8 Fazit und Ausblick: Aus den gewonnenen Erkenntnissen ist eine Methodik für die Qualifizierung der Retentionsraumverluste zu entwickeln und zusammenfassend darzulegen. Im Ergebnis ist eine fachliche Bewertung vorzunehmen, ob der infolge der Tagebautätigkeit verlorengegangene Retentionsraum durch die von der LMBV umgesetzten Maßnahmen vollständig ausgeglichen ist oder nicht. (vollständige Beschreibung -> siehe Leistungsbeschreibung)

Lose (1)

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Häufig gestellte Fragen

Gegenstand der Ausschreibung ist die Erarbeitung eines qualifizierten Fachgutachtens zur Ermittlung des bergbaubedingten Retentionsraumverlusts an der Mulde zwischen Bad Düben und Bitterfeld. Dies umfasst die Analyse der historischen und aktuellen Auenflächen sowie die Bewertung der Auswirkungen des Braunkohleabbaus auf den Retentionsraum.

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